Kann ein Christ seine Rettung verlieren? Sagt der Hebräerbrief wirklich ‚Ja‘ dazu? Teil 3

Bei der Frage, ob ein Christ seine Rettung verlieren kann, wird oft Hebräer 6, 4-12 als stärkstes und klarstes Argument dafür zitiert, dass wiedergeborene Christen, die Bekehrung und Rechtfertigung erfahren haben, vom Glauben abfallen können.

Ich bin mir jedoch sicher, dass nur derjenige, der den Text von Hebr. 6, 4-12 nicht verstanden hat, diesen noch als Argument hervor bringt, dass ein Christ vom Glauben abfallen kann. Die Logik des Textes im Hebräerbrief sagt nämlich genau das Gegenteil aus: es bestärkt den Gläubigen, dass Gott selbst Seine Kinder davor bewahren wird, einmal erhaltende Rettung zu verlieren!

Im letzten blog habe ich versucht aufzuzeigen, dass die Beschreibungen in Hebr. 6, 4-5 sowohl auf Christen als auch auf Nichtchristen zutreffen kann! Der geistliche Status der beschriebenen Menschen ist von außen betrachtet noch unklar. Erst die folgenden Verse werden endgültig klären, ob der Verfasser des Hebräerbriefes wiedergeborene Christen damit meint oder nicht.

Bevor wir uns die Argumentationsfolge von Hebr. 6, 6-10 im einzelnen ansehen, hier noch mal zur Erinnerung der zu untersuchende Text:

Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben 6 und [doch] abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen. 7 Denn ein Land, das den häufig darauf kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott; 8 wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbrauchbar und dem Fluch nahe, der am Ende zur Verbrennung führt. 9 Wir aber sind, wenn wir auch so reden, im Hinblick auf euch, Geliebte, vom Besseren und zum Heil Dienlichen überzeugt. 10 Denn Gott ist nicht ungerecht, eures Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und dient.

Bisher hatten wir nur festgestellt, dass die Menschen, welche Hebr. 6, 4-5 beschreibt, Nichtchristen sein könnten, ab Vers 7 bleib dies aber nicht mehr nur Möglichkeit, sondern wird zur absoluten Gewissheit.

Hebräer 6, 7-8: Die Illustration durch ein Bildbeispiel zeigt, dass nur Nichtchristen vom Glauben abfallen können

In den Versen 7-8 illustriert der Autor des Hebräerbriefes die Situation in den Versen 4-6 mit einem einprägsamen Beispiel aus der Landwirtschaft. Vers 7 beginnt mit einem „denn“ (Gr. gar), dies zeigt an, dass im folgenden eine Erklärung folgt, welche das bereits Gesagte in den Versen 4-6 unterstützen soll. Der Regen, der vom Himmel auf den Boden fällt, symbolisiert dabei die Segnungen, welche die Menschen in Hebr. 6, 4-5 erhalten haben.
Also Regen = erleuchtet werden, himmlische Gabe schmecken, am Heiligen Geist teilhaftig werden, das gute Wort Gottes & die Kräfte des zukünftigen Zeitalters schmecken.

Die Dornen und Disteln, die der Boden hervorbringt, korrespondieren mit dem Abfall vom Glauben in Vers. 6.

In dem Bild der Agrarwirtschaft fällt der Regen auf alle möglichen Arten von Böden, aber allein davon kann man keine Schlussfolgerungen ziehen, welche Arten von Pflanzen der Boden hervorbringen wird. Erst die Zeit wird zeigen, ob der Boden gut oder schlecht war.

An dieser Stelle ist es wieder wichtig zu sehen, was der Text nicht sagt! Der Text spricht nicht von einem Ackerboden, der Regen (= Segen) empfängt, nützliche Pflanzen hervorbringt und diese Pflanzen dann wieder verliert. Der Text spricht nicht von einem Boden, der zuerst gut war, dann aber auf unerklärliche Weise verdorben wurde. Ganz im Gegenteil! Das landwirtschaftliche Bild enthält explizit zwei unterschiedliche Arten von Böden – und diese Art von Böden existieren von Anfang an in ihren jeweiligen Qualitäten! Obwohl es erst später offensichtlich wird, dass einer der Böden verdorben ist, ist er dies nicht erst im Laufe der Zeit geworden, sondern er war schon immer verdorben und blieb verdorben. Der eine Boden bringt gute Frucht hervor genau deshalb, weil er in sich selbst gut ist, während der andere Boden Disteln und Dornen hervorbringt, weil er in sich selbst unbrauchbar ist und unter dem Gericht Gottes steht. Der eine Boden antwortet dem geistlichen Segen, den er empfängt mit Frucht; der andere mit Dornen. Gleichermaßen bringen Menschen, die das Evangelium hören und es mit rettendem Glauben annehmen, Frucht in Form von Ausharren im Glauben. Andere, die zwar das Evangelium auch hören, mit in der Gemeinde sitzen und so manchen geistlichen Segen erleben, aber nicht von Herzen glauben, kehren Gott, wenn es schwierig wird, den Rücken zu und „fallen vom Glauben ab.“

Die Enttäuschung, dass Menschen, die geistlichen Segen nutzen konnten, aber dennoch nicht am Glauben festhalten, wird insbesondere in der Bildersprache durch das Adverb „häufig“ (kommenden Regen) und die Zweckangabe „um derentwillen bebaut“ drastisch beschrieben. Immer wieder haben haben diese Menschen den Segen Gottes erfahren, er wurde geschenkt mit dem expliziten Ziel, Frucht im Leben dieser Menschen hervor zu bringen. Aber wenn es keine Frucht gab, lag es nicht am mangelnden Regen, es lag einzig und allein an der ART DES BODENS, das heisst, was für eine Qualität von Mensch dieser Boden darstellt: jemand, der zwar Empfänger von Gottes Segen war, aber nie die transformierende Kraft des Evangeliums durch Glauben erfahren hat!

Der Unterschied zwischen Menschen, die vom Glauben abfallen und denen, die bei Christus bleiben, war nicht im Ereignis des Segen-Empfangens begründet, sondern in der Art des Bodens, auf den der Segen Gottes fiel. Wie der Boden auf den Segen reagierte, zeigte letztendlich, welche Art von Boden es von vornherein gewesen ist. Die Idee, dass das Land einmal gute Frucht trug (also in sich selbst gut war), aber zu unfruchtbarem Land wurde, welches Disteln hervorbringt, ist mit dem Gleichnis nicht vereinbar.1

Das Weggehen vom Glauben zeigt deutlich, dass diese Menschen nie rettenden Glauben hatten, nie eine Erneuerung vom Heiligen Geist erfahren haben, nie Gottes Gerechtigkeit empfangen haben und nie durch das Eins-Sein in Christus mit Gott verbunden waren. Sie waren und blieben der schlechte „unbekehrte“ Boden, der schon immer unter dem Zorn Gottes stand.

Hebräer 6, 9-10: Der Autor des Hebräerbriefes sagt ausdrücklich, dass er seine Adressaten nicht zu Menschen zählt, die vom Glauben abfallen

Hebräer 6, 9 beginnt mit einem „aber“ (Gr. de), der Autor will also einen Kontrast aufstellen zwischen den Menschen, die in Hebr. 6, 4-8 vom Glauben abfallen und seinen Adressaten.3 Er sagt eben nicht, dass es jedem Christen passieren kann, dass er vom Glauben abfällt, sondern dass er sich sicher ist, dass die Hebräer nicht in die Kategorie von Menschen fallen, die zwar allerlei Segen von Gott empfangen haben, aber dennoch abfallen.2 Wenn der Autor des Hebräerbriefes sein Wort „besser“ (Gr. kreisson) genau so benutzt, wie er es im Rest des Hebräerbriefes tut, nämlich nicht als einen Kontrast zwischen etwas Schlechtem und etwas Gutem, sondern als Kontrast zwischen Gutem und Besserem,4 dann kann er ganz bewusst darauf abzielen zu behaupten, dass seine Leser Besseres erfahren haben als „einmal erleuchtet worden zu sein, die himmlische Gabe geschmeckt zu haben, des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sein, und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt zu haben.“

Aber auch wenn er von dieser Kontinuität der Benutzung des Wortes „besser“ abkommt, der Kontrast zwischen Menschen, die nie erneuert waren und seinen Lesern ist deutlich. Sie fallen nicht in diese Kategorie und der Schreiber erwartet ihre letztendliche Rettung („zum Heil Dienlichen“ Hebr. 6, 9).

Warum der Verfasser von der letztendlichen Rettung seiner Hörer überzeugt ist, liegt nicht daran, dass er von ihrer Willensstärke, am Glauben fest zu halten überzeugt ist. Der Autor legt die Sicherheit der Zukunft seiner geliebten Gemeinde fest in die Hände der GERECHTIGKEIT UND TREUE GOTTES! Die Logik des Arguments geht folgendermaßen: Warum bin ich davon überzeugt, dass ihr ewiges Heil von Gott sicher erhalten werdet (Hebr. 6, 9)? Weil Gott (!!!) nicht ungerecht ist, eure Werke und Liebe Ihm gegenüber zu vergessen (Hebr. 6, 10). Die Sicherheit der Rettung wird also in die Verantwortung Gottes übertragen. Er ist ultimativ dafür verantwortlich, dass Menschen im Glauben ausharren und „sicher im ewigen Leben ankommen.“

Der Verfasser des Briefes an die Hebräer wusste von den echten geistliche Früchten, welche die Hebräer in der Vergangenheit erwiesen haben (sie haben Gott geliebt, indem sie den Heiligen gedient haben) und auch immer noch erweisen. Diese Früchte sind Beweis dafür, dass die Hebräer echte Christen sind, und Gott wird nicht ungerecht sein und diese echten Christen nicht im Glauben halten.

Hebräer 6, 4: Warum Menschen, die vom Glauben abfallen, nicht wieder zurück zu Gott kommen können, und wozu die Warnungen, wenn Christen sowieso nicht vom Glauben abfallen können?

Nachdem der Text echten Christen anstelle einer Unsicherheit eine Sicherheit vermitteln will, muss man sich die Frage stellen: wozu dann die Warnungen im Hebräerbrief, nicht vom Glauben abzufallen (Hebr. 3, 12)?

Dazu sollte man zuerst anmerken, dass nicht jede Art des „Abfalls“ vom Glauben mit Hebr. 6, 4-8 angesprochen wird. Gemäß Hebräer 6, 4 ist es unmöglich(!), dass vom Glauben abgefallene Menschen wieder zum christlichen Glauben zurück finden. Unmöglich (Gr. adunaton) bedeutet nicht „besonders schwierig,“ sondern, wenn der Autor auch hier wieder mit der Benutzung seiner Worte eine Kontinuität verfolgt,5 eine unumkehrbare Situation. Nun fallen im Neuen Testament immer wieder Menschen in Sünde oder wenden sich Irrlehren zu, aber sie werden in vielen Stellen nicht als hoffnungslos abgeschrieben, sobald sie vom Glauben abfallen. Ganz im Gegenteil. Das Mittel von Gemeindedisziplin wird angewendet, um den vom Glauben abgefallenen Menschen zurück zu Gott zu bringen (Matt. 18, 15-20; 1 Kor. 5, 4-5; 1 Tim. 1, 19-20). Hebräer 4 kann bei seiner Beschreibung der Unmöglichkeit der Wiederherstellung die Arten von Glaubensabfall beinhalten, für die Paulus Maßnahmen anordnet, damit diese Menschen zurück zu Gott finden. Es scheint deshalb angebracht, die Art des Abfalls in Hebr. 4 etwas einzugrenzen.

Eine präzise Definition kann aus Platzgründen an dieser Stelle nicht erfolgen, aber man sollte bedenken, dass die Menschen, die im Hebräerbrief vom Glauben abfallen, Juden sind, die das Evangelium gehört haben, aber sich dann gegen das Evangelium entscheiden und bewusst zurück in den alttestamentlichen Glauben gehen (Hebr. 7-10). Die Beschreibung „sie kreuzigen den Sohn Gottes wiederholt und setzen ihm den Spott aus“ indiziert eine bewusste Abkehr von den Glaubensinhalten, wer Christus ist und was er für diese Menschen am Kreuz getan hat. Als Jesus gekreuzigt wurde, verspotteten ihn seine Feinde (Hebr. 12, 2-3) und jetzt nehmen diese Menschen dieselbe Haltung der Feindschaft gegenüber Christus an. Unmöglich ist die Wiederherstellung wahrscheinlich deshalb, weil ihr Herz (trotz des gütigen Regens von Segen in Hebr. 6, 7-8) vollständig verhärtet ist. Es ist unmöglich, sie zurück zu Christus zu bringen, denn was soll denn Gott tun, damit sie zurück kommen? Diese Menschen kennen die Verheißungen des Evangeliums und haben sie zurück gewiesen (Hebr. 6, 4). Wenn ihnen jemand erzählt, dass Christus Gebete erhört, werden sie sagen, dass sie dies wissen und erlebt haben, ihn aber dennoch ablehnen. Wenn sie erneut hören, dass der Heilige Geist in Menschen kraftvoll wirkt und das Geschenk des ewigen Lebens unvorstellbar attraktiv ist, dann werden sie antworten, dass dies alles ihnen bekannt ist, aber sie es dennoch nicht wollen. Es ist genau die Vertrautheit mit allem geistlichen Segen (abgesehen von Wiedergeburt), die sie hartherzig und unwillig gemacht hat, sich Christus in Buße zuzuwenden. Eine Wiederherstellung ist unmöglich, weil Gott alles bereits getan hat, um diese Menschen zu Ihm zu ziehen, aber es abgelehnt wurde. Inwieweit dies auf Menschen in unserem heutigen Gemeindealltag bezogen werden kann, muss wohl im Einzelfall untersucht werden.

Wozu also die Warnungen, wenn zum einen vom Glauben abgefallene Menschen eh nicht zurück zu Gott kommen können (zumindest innerhalb der oben genannten Definition) und echte Christen nicht abfallen können? Wir haben bereits gesehen, dass durch die Verheißung „Gott ist nicht ungerecht…“ (Hebr. 6, 10) die Sicherheit der Rettung des Christen in die Hände Gottes gelegt wird. Gott wirkt mit seiner souveränen Kraft im Christen, um seine eigenen Kinder sicher für alle Ewigkeit zu bewahren. Der Hebräerbrief reiht sich in dieser Theologie in die guten Versprechen Gottes ein, ultimativ dafür verantwortlich zu sein, dass Er Seine Geliebten gütig und verlässlich bewahrt.

Aber Gott benutzt für sein gütiges und souveränes Handeln Mittel, um Seine Ziele zu erreichen und dazu gehören Warnungen und Ermutigungen. Obwohl die Sicherheit eines Christen garantiert ist, wird sie im Leben umgesetzt, indem Gott ausdauernde Treue im Christen durch Warnungen und Verheißungen bewirkt. Die Warnungen bedeuten nicht, dass ein Christ seine Rettung verlieren kann, sie bewegen aber den Christen auf Gottes souveränes Handeln zu vertrauen, dass Er den Gläubigen aufgrund Seiner Treue und Barmherzigkeit bewahrt.

Die Passagen im Hebräerbrief, die geduldiges Ausharren im Glauben als ein Anzeichen für echten Glauben beschreiben, wurden nicht aufgeschrieben, um denjenigen, die gegenwärtig auf Christus vertrauen, Angst zu machen, indem man ihnen die Möglichkeit des Abfalls vor Augen hält. Sie wurden nicht geschrieben, damit Gläubige ihre Hoffnung weg von Gott auf ihre eigene Willenskraft und Fähigkeit zur Selbstbestimmung legen. Dies wäre fatal, denn unser angeblich autonomes Leistungsvermögen wird uns nie bei Gott halten. Petrus hat dies mit seinen drei Verleugnungen unmissverständlich für alle Zeiten klar gemacht (Matt. 26, 33-35, 69-75). Auch der Hebräerbrief wurde geschrieben, damit Christen sich voll und ganz auf ihren Gott verlassen können, dass Er groß und gut genug ist, sie nicht nur anfänglich zu retten, sondern auch fortwährend im Glauben zu halten.

Diejenigen, die dem Opfer von Christus für ihr Leben vertrauen, können sich sicher sein, dass dieses Opfer sie „für immer(!!!) vollkommen gemacht“ hat (Hebr. 10, 14: „Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht.“)! Freudiges Vertrauen, dass unsere Rettung garantiert ist, ist keine gefährliche Arroganz, sondern demütiges Vertrauen in denjenigen, der versprochen hat, durch Sein Opfer das zu tun, was wir aus eigener Kraft nie schaffen würden! Gott wird dich um der Ehre des Opfer seines Sohnes willen sicher durch alle Lebenslagen begleiten, bis du Ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehst und Dankbarkeit für die sichere Hand Gottes Teil deiner Freude in Gott sein wird.

1 Wayne Grudem, „Perseverance of the Saints: A Case Study from Hebrews 6 and the Other Warning Passages in Hebrews.“ In: Thomas R.Schreiner and Bruce A. Ware, eds., The Grace of God, Bondage of the Will. 1995, 155-56.
2 Auch Hebr. 6, 9 zeigt also, dass die Menschen, die durch Hebr. 6, 4-5 beschrieben wurden, keine Christen waren. Wenn der Autor hätte sagen wollen, dass die Menschen in Hebr. 6, 4-5 wirklich einmal gerettet waren, dann ist es sehr schwer nachzuvollziehen, wie er in Hebr. 6, 9 behaupten kann, dass er überzeugt von seinen Zuhörern von besserem überzeugt ist, von Dingen, die zur letztendlichen Rettung führen. Indem er aber den Kontrast zwischen der Gruppe in den Versen 4-5 und der Gruppe in Vers 9 herstellt zeigt er, dass obwohl die Menschen in den Versen 4-5 viel Segen hatten, sie nie echte Rettung ihr eigen nennen konnten.
3 Der Kontrast wird dadurch verstärkt, dass die Menschen, die vom Glauben abfallen in der 3. Person beschrieben werden („diejenigen“) (Hebr. 6, 4-6) – Verse 9-10 sind Worte der Ermutigung an die Hebräer in der direkten Anrede der 2. Person („ihr“). Die Hörer werden als „Geliebte“ (Gr. agapeetoi) bezeichnet, ein wertschätzendes und innere Verbundenheit ausdrückendes Wort, welches die Hebräer mit dem Autor als Teil der echten christlichen Gemeinschaft verbindet.
4 Hebr. 1, 4: der Sohn besser als die Engel, Hebr. 7, 19: die bessere Hoffnung des NT als des AT; Hebr. 8, 6: der neue Bund besser als der alte; Hebr. 10, 34: das Kreuz von Jesus besser als die Opfer des AT; Hebr. 11, 16; das himmlische Land besser als das irdische, etc.
5 Hebr. 6, 18: es ist unmöglich, dass Gott lügt; Hebr. 10, 4: unmöglich, dass Tieropfer Sünde beseitigt; Hebr. 11, 6: unmöglich, Gott ohne Glauben zu gefallen.